60 Jahre Museum Großkrotzenburg
Der in diesem Jahr 70 Jahre alte Heimat- und Geschichtsverein Großkrotzenburg veranstaltete unter den Linden am Museum am Sonntag, den 30.08.2026 einen Aktionstag zum 60jährigen Jubiläum des Museums
- Eine alte Dreschmaschine, die von einem Traktor über einen Treibriemen angetrieben wird
- Kinderbelustigung
- Verkaufsstand des HGV mit dem 240-seitigem Buch (Chronik) „850 Jahre Großkrotzenburg“ zum Preis von 18 €
- Mittelalterliche Kleinigkeiten und Schwerter vom „Henker“ Thomas Meßenzehl aus Hörstein
- Ein Stand mit Getreide, Gemüse, Früchten und sogar Garum der Römer, vor und nach Kolumbus?
- Das Knüpfen eines Kettenhemds
- Römische Legionäre der COH IIII Vindelicorum mit Ausrüstung, Waffen, Geld und Uniformen
- Steinmetz, der einen römischen Weihestein nachbaut, einschließlich der Farbgebung
- Drechsler mit Holz
- Speisen und Getränke – modern.

Es gab bei den Römern verbreitet Kettenhemden und Schuppenpanzer als Schutzausrüstung. Nach den Ausführungen des Schmieds wurden 2 gefunden (davon 1 in der Donau), die beides miteinander vereinten und so werden hier Schuppen aus Stahl über die Ösen des Kettenhemds montiert.
Ralf Eltner führte eine Gruppe von Besuchern um das Kastell unter dem modernen Großkrotzenburg. Einige der ehemaligen Türme an den Toren sind mit schwarzem Basalt-Pflaster in Straßen und Gehwegen markiert. Nach 1/2 Stunde waren die etwa 60 Teilnehmer tief beeindruckt am Museum zurück.

Nach einem alten Foto wird ein Weihestein, der im 2 Weltkrieg in Hanau zerstört wurde, neu erschaffen. Er soll auch die originalen Farben erhalten und dann will man erforschen, wie beständig diese alten Farben an dem „Mainsandstein“ halten.
Neben dem Museum ragen die Reste eines Eckturmes des Kastells aus dem Boden. Dieser ist aus dem Basalt des Untermaintrapps erbaut, so dass man davon ausgehen muss, dass die Steine mainabwärts aus Steinheim oder Großauheim stammen, da das Gestein um Großkrotzenburg nicht an der Erdoberfläche ansteht.
Hinweis:
Der ehemalige Torturm am Museum ist über den noch im Boden befindlichen Fundamenten nach oben verlängert. Dafür gab es das originale Gestein (Basalt aus Steinheim) nicht mehr, so dass man auf Basalte aus den deutschen Mittelgebirgen auswich; diese sehen völlig anders aus.
Einen Beitrag zur Entstehung dieser basaltischen Gesteine am Untermain um Steinheim, Dietesheim, Hanau, Wilhelmsbad und Großauheim können Sie am Sonntag, den 06.09.2026 um 15 Uhr im Museum in Karlstein hören. Und im Keller des Museums sind 2 Vitrinen mit den Gesteinen und deren Mineralien Opal und Siderit gefüllt.

