GRASLITZER STUBE am Sonntag, 5. Juli 2026
Erinnerung – Austausch – Überraschung
Aufgrund mehrerer Veranstaltungen in Karlstein rechneten wir mit nicht allzu großem Besucherandrang in der Graslitzer Stube.
Auf der Wiese vor dem Heimatmuseum gab sich ein Ritter mit Gefolge die Ehre und lud Kinder zur Zeitreise ins Mittelalter ein.
Auf den Tischen legten wir einige Handbücher über vergangene Veranstaltungen, Wissenswertem aus der Heimat in Wort und Bild sowie unser Gästebuch, ergänzt mit neuestem Eintrag zum Juni-Öffnungstag, aus.
Da sich am 7. Juli der Geburtstag des Schriftstellers, Lyriker und Lehrers Josef Moder (* 1909 Graslitz, †1986 Würzburg) zum 117. Male jährt, erinnerten wir mit zusammengefassten Informationen, dem „Kleinostheimer Mosaik“ – eine Sonderausgabe der Mitteilungen des Heimat- und Geschichtsvereins Kleinostheim anlässlich seines 100. Geburtstages im Juli 2009 – mit den „Monatsplaudereien“ und „Gedichten zum Jahreslauf“ sowie einigen seiner Gedichts- und Geschichtsbände an ihn. „Eine Eigenart von ihm war, dass er nur in grün geschrieben hat“ lautete einst die Überschrift eines Artikels im Main-Echo. Eine Schreibtischgarnitur mit Füllhalter und Tintenglas mit grüner Tinte unterstrich diese Aussage.
Erfreut konnten wir entgegen unserer Annahme eine Vielzahl aufgeschlossener Besucher begrüßen. Es ergaben sich viele interessante Gespräche sowie Anregungen für den einen oder anderen, über die Herkunft der vertriebenen Eltern nachzudenken.
Axel Beßler überraschte uns mit einer gestickten Tischdecke aus dem Haushalt seiner Mutter Elisabeth „Ella“ Beßler, geb. Dehn (*1914 Eibenberg / †1993 Karlstein/M.). „Ella“ arbeitete bei M. Riedl & Co., Stickerei, Blusen- und Wäschefabrik in Dettingen am Main. Siehe hierzu den Fotobeitrag aus dem Buch „Graslitz – Die klingende Stadt – Ein Blick in die verlorene Heimat“ (1956, Kolb-Verlag, Dettingen am Main).
Gegen Ende der Öffnungszeit wurde es ruhiger und es bot sich die Gelegenheit, nochmals über das geklöppelte Brautkleid von Maria Merget zu sprechen sowie Überlegungen anzustellen, welche Themen in den Monaten nach der Sommerpause „vorgestellt“ werden könnten.
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Text und Foto/s: Christine Uschek
Fotobeitrag: Buch „Graslitz – Die klingende Stadt – Ein Blick in die verlorene Heimat“, 1956, Kolb-Verlag, Dettingen am Main.





