Mittelalter am Museum – eine Zeitreise
Zur Museumsöffnung am Sonntag, den 05.07.2026 (von 14 – 17 Uhr), schlägt ein Mittelalterlager seine Behausungen auf der Wiese vor dem Museum auf: Ein Ritter (Dr. Jürgen Jung) mit Gefolge (seine Helfer von der Burgenlandschaft Spessart und Odenwald aus Eschau) gibt sich die Ehre:

Es gibt Zelte, mittelalterliche Wurfgeschosse, Gewandungen, Armbrustschießen und Spiele.
Aus der Zeit des Mittelalters, also von ungefähr 500 (Ende der Antike) bis 1500 (Beginn der Neuzeit) liegen uns aus dem Gebiet von Karlstein nur ganz wenige Informationen vor. Selbst das älteste Gebäude im Ort, die St. Hippolyt-Kirche, stammt in ihrer heutigen Form aus dem Spätmittelalter. Andere Gebäude aus der Zeit sind nicht belegt. Und auch die archivalischen Belege wie Urkunden oder Schiftstücke sind nur spärlich vorhanden.
Trotzdem muss man davon ausgehen, dass das über dem Main und von dem Vorchbach begrenzte Gebiet seit sehr langer Zeit bewohnt ist – lange bevor die erste Erwähnung in einer Urkunde (975) erfolgte. Zerstreute Bodenfunde in allen Teilen des heutigen Ortsgebietes belegen dies. Dabei reichen die einzelnen Funde wie Streufunde und Gräber von der Steinzeit über die Bronzezeit bis ins Mittelalter. Sie sind im Museum in Dettingen ausgestellt.
So gab es hier auch mittelalterliches Treiben, welches sich vermutlich ausschließlich um die Landwirtschaft drehte. Der Ort bestand nur aus den heutigen Straßen Kirchgasse, Hanauer Landstr., Mainplatz und den beiden Maingassen. Es gab eine Kapelle (Wallfahrtskirche St. Hippolyt) und sicher das Gasthaus „Zum weißen Roß“ (heute Krone), mindestens seit 1579. Über Handwerker, wie Töpfer, Weber oder Schmiede, ist nichts bekannt; vermutlich war der Ort dafür zu klein.

