Schlacht bei Dettingen

Neues von der Schlacht bei Dettingen 1743

Über die Schlacht bei Dettingen existieren viele zeitgenössische Pläne; leider meist erstellt von Menschen, die weder dabei noch vor Ort waren. So ist es erklärlich, dass die genaue Lage des Beginns der Schlacht wie auch der örtliche Ablauf nur unzureichend bekannt war. Ein weitere Grund ist auch, dass es damals keine maßstäblich korrekten Plangrundlagen gab – die genaue Vermessung Bayerns erfolgte erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts, also mehr als 100 Jahre später.
Die seit Jahren von Dr. Robert FECHER gemachten Funde aus dem ehemaligen Schlachtfeld, von bleiernen Musketen- und gusseisernen Kartätschen-Kugeln und anderen kleinen Resten aus Stahl, sind inzwischen durch den Geschichtsverein Karlstein bei einer Restauratorin fachgerecht restauriert worden und können so dauerhaft erhalten werden. Sie wurden in einer gläsernen Vitrine des Museums mit umfangreichen Erläuterungen ausgestellt – siehe Foto oben bei der Bestückung der Vitrine.
Die langjährigen Forschungen von Dr. Robert FECHER im Gelände als auch in den Archivalien offenbaren ein korrigiertes Bild der Aufstellung der an der Schlacht beteiligten Soldaten zu Beginn der Schlacht, was sich auch an bisher unveröffentlichen Briefen belegen lässt.

Der Archäologe Dr. Robert FECHER aus Kleinostheim im Museum Karlstein beim Vorlesen und Übersetzen eines zeitgenössischen französischen Briefs vor den interessierten Besuchern. FECHER steht wegen der Schlacht sogar im Austausch mit Militärhistorikern in Europa und in Kanada.

Die Zusammenschau der aus den Belegstücken abzuleitenden Fakten wurde am 07.06.2026 vor etwa 40 Besuchern des Museums anhand von Karten, Bildern, Briefen und Vergleichen erläuert. Nach dem ungefähr einstündigen Beitrag konnten die älteren, restaurierten Bodenfunde und Vergleichsgegenstände, wie ein zeitgenössischer Degen mit Gravierung angeschaut werden.

Die Ergebnisse dieser Forschungen zur Schlacht bei Dettingen (und Kleinostheim) 1743 werden in einem umfangreichen Tagungsband veröffentlicht, der im Oktober 2026 in gedruckter Form vorliegen wird.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert