Vulkane bei uns?
Ja, es gab tatsächlich in der nächsten Umgebung von Karlstein Vulkane! Der am besten erhaltene Rest ist die so genannte „Teschenhöhle“ nahe des Sportplatzes bei Mainaschaff, keine Höhle, sondern ein Steinbruch-Gelände aus dem 19. Jahrhundert. Hier gelangte vor etwa 43 Millionen Jahren Magma in Kontakt mit dem Grundwasser und es kam zu einer gewaltigen Explosion, die ein Maar aussprengte – wie in Messel. Damals lag noch der Buntsandstein mit einige hundert Metern über uns. Die wieder in den Schlot gefallene „Aschenwolke“ wurde zu einer Schlotbrekzie verfestigt. Das Magma kristallisierte zu einem schwarzen, basalt-ähnlichen Gestein, ein Olivin-Nephelinit. Daraus klopfte man Straßenschotter.
Am kommenden Sonntag, den 12.04.2026 haben Sie ab 13 Uhr Gelegenheit, dies mit fachkundigen Erläuterungen anzuschauen – siehe unten. Dabei werden auch die Felsen in Kleinostheim, der Sandstein der Reibsandkaute und die vulkanischen Gesteine in Kleinostheim und der Rückersbacher Schlucht besucht. Die Wanderung findet bei jedem Wetter statt.

