Jahrestreffen der Geschichtsvereine / GV Karlstein
Am Samstag den 28.03.2026 fand das Jahrestreffen der Geschichtsvereine des Landkreises Aschaffenburg im Bürgersaal der Gemeinde Blankenbach statt. Der Geschichtsverein Karlstein war mit drei Mitgliedern (J. Lorenz, V. Oster, M. Hansmann) vertreten. Michael Rosner, Kreisheimatpfleger des LK Aschaffenburg, konnte über 80 Teilnehmer mit einführenden Worten begrüßen. Danach ergriff erster Bürgermeister Matthias Müller das Wort und ging kurz auf die Geschichte der Gemeinde Blankenbach ein. Im Anschluss folgte Landrat Alexander Legler mit kurzem Statement und dankenden Worten für die ehrenamtliche und wichtige Arbeit, die die einzelnen Geschichtsvereine leisten, um die vergangenen Geschehnisse hervorzuholen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sowie die heutigen Ereignisse für die Nachwelt festzuhalten. Als weiters folgten die Berichte der beiden Kreisheimatpfleger Franz-Josef Sauer und Michael Rosner. Franz-Josef Sauer ging auf die Baudenkmäler der Gemeinde Blankenbach ein, dabei wies er auf das Baudenkmal (D-6-71-113-11) eines Bildstockes hin, welches in der blankenbacher Flur nicht zu finden sei. Ortskundige, die die Stelle des Bildstockes nennen können, mögen sich bei der Kreisheimatpflege melden. Michael Rosner zeigte diverse heimatgeschichtliche Zeitungsausschnitte der letzten Jahresperiode. Als weiterer Redner sprach Kreisarchivpfleger Karl-Heinz Klameth zu dem Publikum mit der abschließenden Bitte ihm die Archivare der einzelnen Gemeinden namentlich zu nennen und ihm deren Kontaktdaten zukommen zu lassen.
Danach folgte ein kurzweiliges Referat von Altbürgermeister und Ehrenbürger der Gemeinde Blankenbach Jürgen Niegisch. Thema war das ehemalige Kalkwerk mit seinem Ringkalkoffen der Gemeinde Blankenbach, welches bis 1934 in Betrieb war und mit seinen 28 Brennkammern das Größte im gesamten Landkreis war. Ergänzende Worte über Funktionsweise, Standorte der Steinbrüche sowie Geologie des Dolomitkalksteines gab Joachim Lorenz, erster Vorsitzende vom Geschichtsverein Karlstein. Das Kalkwerk in Blankenbach und der Steinbruch in Eichenberg waren mit einer Seilbahn zum Transport des Gesteins miteinander verbunden. Von den Relikten der Betonsockel der Seilbahn sind noch heute auf der Anhöhe Richtung Eichenberg welche im Wald zu sehen. Weitere Informationen zu der Kalkverarbeitung, Bergbau, Geologie und Mineraliogie sind auf der Web-Seite von Joachim Lorenz (http://www.spessartit.de/22.html) zu finden bzw. sind in seinem Buch „Spessartsteine“ nachzulesen.
Pünktlich zur Mittagszeit gab es dann den Mittagstisch durch das Catering des Landgasthofes Behl. Zum Abschluss erfolgte die Besichtigung der in einjähriger Bauzeit 1929 errichteten blankenbacher Dorfkirche „Sankt Kilian“. Zuerst gab es in der Kirche ein kleines Orgelspiel und im Anschluss einen zeitlichen Abriss der Kirchengeschehnisse der fast hundertjährigen Geschichte der unter Denkmalschutz stehenden blankenbacher Kirche.

