Kann man mit einem Steinbeil eine Eiche fällen?

Ja. Wie man in dem Foto oben sehen kann, hat ein experimenteller Archäologe mit einem großen Feuerstein-Steinbeil in etwa 2,5 Stunden schweißtreibeder Arbeit eine Eiche mit etwa 30 cm. Durchmesser gefällt.

Das sehr einfach geschäftete Steinbeil besteht aus einem geschliffenen Feuerstein. Damit ließen sich handgroße Späne aushauen. Dies war auf der Veranstaltung „Ergersheimer Experimente“ am 21.03.2026 zu beobachten, wo die Gemeinde den Archäologen in einem Schirmschlag einzelne Bäume zum Fällen zur Verfügung stellte.

Auf der Veranstaltung, deren Teilnehmer aus ganz Deutschland angereist waren, gab es sehr unterschiedliche Beilmaterialien: Nephit (oben im Bild, als „Serpentin“ bezeichnet), Amphibolite, Feuerstein, Basalt, quarzitischer Sandstein, sogar Muschelkalk, … Diese waren kunstfertig geschäftet und die Schäden an den Beilen beim Bäumefällen wurden fotografisch dokumentiert.

Das geschiffen und fast polierte, nahezu messerscharfe Steinbeil aus einem Nephrit (oben im Bild) erwies sich als sehr effektiv und erzeugte Späne und Spuren am Baum, die an ein Stahlbeil heranreichen. Damit gelang es den Teilnehmern, diesen Baum sehr effektiv zu fällen. Das Steinbeil wurde später bei der Holzbearbeitung an der Schneide beschädigt, so dass etwa 1 cm abbrach. Diese Steinbeile sind bei einem vorsichtigen Schlagen sehr beständig, aber empfindlich gegenüber einer Scherung.

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