Steinbeile der Steinzeit – mit Jade!
Die Steinzeit heißt so, weil man nahezu ausschließlich Werkzeuge aus Stein fand, die man der menschlichen Geschichte zuspricht, als man keine Metalle kannte. Aber die meisten Werkzeuge und Gegenstände waren aus Holz, so dass man die Phase eigentlich „Holzzeit“ nennen sollte.
Leicht erkennbar und bei der Feldarbeit von Hand zu finden, sind die Steinbeile (und Dechsel). Die Schäftungen aus Holz, Geweih oder Horn gepaart mit Fasern und Birkenpech sind nur ganz selten erhaltungsfähig und wurden deshlb kaum gefunden. Die eigentlichen Beile aus einem natürlichen Gestein sind dagegen selbst über hunderttausende von Jahren erhaltungsfähig.
Wurden früher die Funde vom Staat zentral archiviert und gelangten dann nach Müchen, Würzburg oder Aschaffenburg. Altfunde, die vor dem 2. Weltkrieg in die großen Sammlungen gelangten, sind oft in den kriegsbedingten Bränden zerstört worden.
Neuere Funde sind indes am Ort geblieben, so dass dass Museum in Karlstein über einen kleinen Fundus an Steinbeilen verfügt, die alle von Edwin Hussi (*1929 †2015) gefunden und ins Museum gebracht wurden. Diese Steinbeile wurden untersucht und die Ergebnisse werden von Joachim Lorenz am Sonntag, den 1.3.2026 um 15 Uhr im Museum vorgestellt.
Dabei wurde auch das exotische Gestein Jadeitit diagnostiziert, welches als Jade bekannt ist. Und man kennt die Herkunft des Materials!

